Vom Spaziergang bis hin zu Minigolf und Boule

Wie es schon seit ein paar Jahren üblich ist, gibt es auch im Sommer 2026 wieder ein Programm für Geflüchtete, Migranten und Einheimische. Von Ende Juli bis Mitte September 2026 werden vor allem den Besucherinnen und Besuchern des Cafés international ganz unterschiedliche Angebote gemacht. Teilweise ist dazu eine Anmeldung notwendig. Eines haben die Angebote gemeinsam: Sie sollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Sommerferien etwas Abwechslung bieten und sie wenig bis nichts kosten.

Los geht es schon am Mittwoch, 29. Juli 2026, mit einem Spaziergang auf den Schutterlindenberg bei Vollmond. Dann gibt es im Café international auch Tipps von einem Schachlehrer für eine bessere Strategie. Desweiteren steht die Besichtigung der Hammerschmiede, ein Heimatmuseum, auf dem Programm. Ein Grillfest im Interkulturellen Garten darf natürlich auch nicht fehlen. Und zum Abschluss können im Friedrich-Maurer-Park Minigolf und Boule gespielt werden. Hier das Sommerprogramm im Detail:


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge

Los geht das Sommerprogramm mit einem Spaziergang auf den Schutterlindenberg.


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Das Grundschulprojekt entwickelt sich zur Schülerförderung

Die Versammlung des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr (FFL) vom 9. Juli 2026 hat sich unter anderem mit der Frage beschäftigt, wie es mit dem bisherigen Grundschulprojekt weitergehen soll – und ob überhaupt. Bislang hatte der Freundeskreis Migrantenkinder in Lahrer Grundschulen beim Erwerb der deutschen Sprache unterstützt – in den Fällen, in denen die Schulen um eine Unterstützung durch den Freundeskreis gebeten hatten.

Seit dem Schuljahr 2024/2025 hat die Landesregierung von Baden-Württemberg nun ein eigenes Sprachförderkonzept ins Leben gerufen, für Kinder in Kindergärten und Grundschulen. Die Versammlung hat sich trotzdem entschieden, an ihrem Konzept festzuhalten, dort wo es einen zusätzlichen Förderbedarf gibt, und die Förderung auch auf Jugendliche auszuweiten. So wird aus dem Grundschulprojekt die Schülerförderung.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge

Deborah Staniero (rechts) vertieft bei ihren Schützlingen im Rahmen des Grundschulprojekts die Deutschkenntnisse.


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Eine Exkursion wie eine Klassenfahrt

Etwa 30 Erwachsene und 18 Kinder standen auf der Liste für die Anmeldung zur Bahnfahrt nach Offenburg und den Besuch des Ritterhausmuseums. Die jeweils genaue Zahl konnte man der Anmeldeliste nicht entnehmen, unter anderem wegen der schwer lesbaren Einträge und der fehlenden Altersangaben der Kinder.

Manchen schreckte die hohe Zahl der Teilnehmer an der Exkursion des Freundeskreises Flüchtlinge Lahr, nicht aber einen alten Pauker mit jahrzehntelanger Klassenfahrt-Erfahrung. „Etwas geht immer schief, aber wir kriegen das hin.“ Mit dieser beruhigenden Auskunft musste sich die um Sicherheit und klare Planung besorgte Isabell Kollmer zufriedengeben.


Titelfoto: privat

Eine große Gruppe von Einheimischen und Migranten aus Lahr findet sich in Offenburg vor dem Ritterhausmuseum ein.


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Die Lahrer Fahrrad-Werkstatt stellt sich jetzt breiter auf

Die Fahrrad-Werkstatt geht nun in ihr fünftes Jahr. Am 1. April 2026 beginnt die neue Saison auf dem Gelände des Schlachthofs Jugend & Kultur. Dann werden wieder gebrauchte Fahrräder zu günstigen Preisen zum Verkauf angeboten. Das klingt so, wie es in den vier Jahren zuvor auch schon gewesen ist. Und doch ist dieses Mal vieles ganz anders. Denn die Werkstatt stellt sich von nun an viel breiter auf.

Kunden zum Beispiel sind nicht mehr nur Migranten wie bisher, sondern alle Menschen, die sozial benachteiligt sind. In der Werkstatt arbeiten nun auch Deutsche mit, nicht mehr nur Flüchtlinge. Viel mehr Wert gelegt wird künftig auf Kooperationen gelegt, zum Beispiel mit dem Schlachthof. Und was auch anders ist: Das Projekt ist nicht mehr nur ein loser Zusammenschluss von Menschen, sondern es ist ein gemeinnütziger Verein geworden, die Lahrer Fahrrad-Werkstatt e.V.


Titelfoto: Freundeskreis Flüchtlinge

Fahrräder, wohin das Auge reicht. Es geht beim Verein Lahrer Fahrrad-Werkstatt e.V. aber auch um Menschen.


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Der Flüchtling Alaa Zarzour ist nach Syrien zurückgekehrt

Es stand in der Badischen Zeitung: Ein junger syrischer Mann, Alaa Zarzour, beschließt, kurz vor dem deutschen Weihnachtsfest in sein Heimatland zurückzukehren. Es hat zwar einen Job in Lahr, aber bei dieser Hilfsarbeit kaum Gelegenheit, sein noch schwaches Deutsch zu verbessern. Ohne gute Deutschkenntnisse sind aber die Chancen auf eine Stelle in seinem gelernten Beruf als Buchhalter gleich Null. Und ein Sprachkurs steht für ihn nicht zur Verfügung.

Selbst wenn er gehofft hat, in Zukunft mit guten Deutschkenntnissen und einer ordentlichen Arbeit seine Familie nachkommen zu lassen, sieht er diese Aussicht durch die neuerdings verschärfte Migrationspolitik der deutschen Regierung vereitelt. Zurück also ins vom Assad-Regime befreite Syrien, über das man in den Medien die unterschiedlichsten Nachrichten und Bilder findet, selten ermutigende. Aber für die deutsche Regierung unter dem Abschiebeminister Dobrindt ist Alaa ein Erfolgsfall.


Titelfoto: Alaa Abu Khaled

Alaa Zarzour und Heimfried Furrer (von links) treffen in Freiburg die großzügige Spenderin Hedwig Müller (rechts) und ihren Lebenspartner.


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